Camping

[Doku] Bratwurst am Canal Grande – Von deutschen Campern in Venedig [HD]

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"""Achtung liebe Gäste! Von 13 Uhr bis 15 Uhr ist Mittagsruhe"", schallt es aus den Lautsprechern, ""und wir bitten Sie während dieser Zeit, alle störenden Geräusche zu vermeiden. Danke, Ihr Union Lido."" Für manchen Urlauber wäre allein diese tägliche Ansage ein veritabler Abreisegrund, doch die Mehrheit der Camper auf ""Union Lido"" sind Stammgäste. Sie schätzen die perfekte Organisation und die klaren Regeln, die ein funktionierendes Zusammenleben von bis zu 11.000 Menschen auf dem eingeschränkten Areal erst ermöglichen.

Seit der Eröffnung des Campingplatzes im Jahr 1955 reist das Ehepaar Gohl an die Adria. Früher als Urlauber, heute als Dauercamper. Mehrere Monate im Jahr verbringen sie in ihrem kleinen, aber liebevoll ausgestatteten Wohnwagen, der seit Jahrzehnten an ein und derselben Stelle steht und als Wohnwagen fast nicht mehr zu erkennen ist. Ihr ""Schwarzwaldhäuschen"" hat sogar einen Geräteschuppen, einen ehemaligen, nun umfunktionierten Eiswagen. ""Der stammt noch aus den 70er Jahren"", erläutert Stammgast Gohl, ""das war mal eine Eisbude, die übrig blieb und die haben wir dann bekommen. Jetzt kann ich vieles aufheben und die Nachbarn wissen, dass ich alles habe, falls sie etwas brauchen."" Auch Frau Gohl hat sich ihr Reich geschaffen. Ihr Mann könne nur Kaffee und Bratkartoffeln kochen, sagt sie und verrät die Kniffe, die man als Camping-Köchin beherrschen muss. Resi Gohl stehen nur zwei Kochplatten zur Verfügung. Da muss man bei aufwendigeren Gerichten improvisieren. ""Manchmal, wenn ich Reis oder Salzkartoffeln koche, stelle ich sie einfach ins Bett rein und lege eine Decke darüber: Das hält dann ganz lang warm"", erklärt sie.

Doch es gibt noch einfachere Lösungen: sieben Restaurants und sechs Bars bietet der Campingplatz und außerdem: Ein anständiger Camper grillt. Und das ist Männersache und macht Willy Gohl wirkliche Freude. Mit der Wasserwaage prüft er den Stand des Gasgrills, damit das flüssige Fett nicht auf den Boden tropft. Natürlich würde auch er einen ehrlichen Kohlegrill bevorzugen, doch auch das Grillen ist hier geregelt. Gas verursache weniger Rauch, erklärt Willy einsichtig ""und bei dem Funkenflug muss man aufpassen. Die Piniennadeln brennen ja wie Zunder.""

Ob Gas oder Kohle – im Kreise alter Freunde schmeckt saftiges Grillfleisch immer. Auch wenn wie diesmal ein Hauch Wehmut in der Luft liegt. Die Dauercamper Gohls unterbrechen ihren Italien-Aufenthalt für zwei Wochen und kehren nach Deutschland zurück: ""Also, wenn ich zuhause bin und weggehe, denke ich: 'Ach, die Enkelchen und das Hundchen' – ach, da mag ich gar nicht fort"", sagt Resi Gohl, ""aber wenn ich hier bin, denke ich auch: 'Ach, war das schön – aber ich komm ja wieder!'""

Das werden sie. Wie Millionen andere Deutsche auch, die seit der Eröffnung des Campingplatzes zurückkehrten."

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